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DB-Nummer: 608

Festakt zur Gründung der Kulturstiftung des Bundes Halle

Festakt zur Gründung der Kulturstiftung des Bundes Halle Erläuterungen der Ziele, Aufgaben und Struktur der Stiftung von 39:30 bis 58:14: Grass' Rede "Nach dreißig Jahren" (vgl. WA 12 (2007), S. 634-640)



Urtitel:
Anfang/Ende:
(ATMO) Die konstituierende Sitzung…begleiten. Danke schön. (BEIFALL)
Genre/Inhalt:
Kultur
Präsentation:
Dokumentation
Historischer Kontext:

Die Kulturstiftung des Bundes oder Bundeskulturstiftung ist eine vom damaligen Staatsminister für Kultur und Medien Julian Nida-Rümelin initiierte und im Jahre 2002 gegründete Stiftung des Bundes mit Sitz in Halle (Saale). Die Motivation zur Gründung der Stiftung lag in der besonders nach der deutschen Wiedervereinigung immer deutlicher werdenden Erkenntnis, dass bestimmte kulturelle Vorhaben und Institutionen bundesweite Bedeutung besitzen und ihre Förderung sinnvollerweise beim Bund liegen sollte (und nicht bei dem Bundesland, in dessen Hoheitsgebiet das Vorhaben oder die Institution zufälligerweise residiert). Bereits in den 1970er Jahren hat Günter Grass zusammen mit Willy Brandt die Idee zur Gründung einer Bundeskulturstiftung und verfolg diese über Jahrzehnte. Daher rührt auch der Titel seiner Rede "Nach dreißig Jahren" (vgl. auch: Harro Zimmermann - Günter Grass unter den Deutschen, S. 613f) Die Kulturstiftung des Bundes fördert Kunst und Kultur im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Ein Schwerpunkt ist dabei die Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext. Dabei investiert die Stiftung auch in die Entwicklung neuer Verfahren der Pflege des Kulturerbes und in die Erschließung kultureller und künstlerischer Wissenspotentiale für die Diskussion gesellschaftlicher Fragen. Die Kulturstiftung des Bundes setzt außerdem einen Schwerpunkt auf den kulturellen Austausch und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Sie initiiert und fördert dazu Projekte auf Antrag ohne thematische Eingrenzung in allen Sparten. Außerdem fördert sie die selbstverwalteten Kulturförderfonds - die Stiftung Kunstfonds, den Fonds Darstellende Künste, den Deutschen Literaturfonds, den Deutschen Übersetzerfonds und den Fonds Soziokultur - und fördert kulturelle Leuchttürme wie beispielsweise die documenta, das Theatertreffen oder die Donaueschinger Musiktage. Gegründet wurde die Stiftung am 21. März 2002 durch die Bundesregierung, vertreten durch den Beauftragten für Kultur und Medien. Sie ist eine Stiftung des Bürgerlichen Rechts mit Sitz in Halle an der Saale. Die jährlich aus dem Haushalt des Staatsministers für Kultur bereitgestellten Mittel betragen zurzeit 35 Millionen Euro.

Schlagworte:

Sach:
Kulturstiftung; Kultur; Nation; Gründung
Geo:
Halle
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
21.03.2002
Sprachen:
deutsch
Anmerkung Qualität:
Beginn der Aufnahme extrem leise, auch andere Abschnitte teilweise zu leise.
Original:

Analog/Digital:
born digital
Original-Tonträger:
DAT
Kopie:

Länge der Kopie:
01:14:54
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
MPEG 2
Teilnehmende:

Person:
Grass, Günter (Vorredner(in))

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

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