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DB-Nummer: 904

Günter Grass bei den Uwe Johnson Tagen

Kurzfeature über Grass bei den Johnson-Tagen Grass liest Lyrik in der Neubrandenburger Foto-Art-Galerie. Zu hören ist sind O-Töne aus "Kinderlied" sowie ein Statement zum Schreiben allgemein: das Schönste am Schreiben sei das Schreiben; einige Fakten zur Freundschaft von Grass und Johnson; O-Ton Grass über die Freundschaft zu Uwe und Elisabeth Johnson; kleine Anekdote über Uwe Johnson; Grass wird aus dem Publikum zur deutschen Wiedervereinigung befragt (kein O-Ton); Grass: Wiedervereinigung ist gescheitert; Zustimmende Zuschauerstimmen zu und über Grass und über die Veranstaltung.



Urtitel:
Günter Grass bei den Uwe-Johnson-Tagen im Oktober 2004
Anfang/Ende:
In bekannter, leicht…trivial sagen darf.
Genre/Inhalt:
Kultur
Präsentation:
Feature
Historischer Kontext:

2004 wandten sich die Johnson-Tage einem Aspekt zu, der in den "Jahrestagen" eine zentrale Rolle spielt: "Uwe Johnson und die Medien". Für Gesine Cresspahl stellt die "New York Times" eine wichtige Verbindung zur amerikanischen Wirklichkeit her. Ihre Berichte sind für sie unerlässlich, um "wenigstens in Kenntnis" zu leben. Zum Auftakt wurde der Uwe-Johnson-Preisträger 2003, Norbert Gstrein, begrüßt. Sein preisgekrönter Roman "Das Handwerk des Tötens" lieferte interessante Impulse, um über Rolle und Funktion von Medien in einer Wissens- und Informationsgesellschaft nachzudenken. Vor dem Hintergrund der Kriege auf dem Balkan ging der Autor der Frage nach, wie es möglich ist, als Journalist über den Krieg zu schreiben. Neben dem Autor Lutz Rathenow, der in seinem neuesten Prosaband "Fortsetzung folgt" gegenwärtige (Medien)Verhältnisse kritisch beleuchtete, hat vor allem Jutta Wachowiak mit ihrer Lesung "Der Schüler Lockenvitz" aus den "Jahrestagen" an den Autor Uwe Johnson erinnert. Höhepunkt der Uwe-Johnson-Tage war die Lesung und das Gespräch mit dem Nobelpreisträger für Literatur Günter Grass, der in den 60er und 70er Jahren mit Uwe Johnson befreundet war. Günter Grass stellte einem begeisterten Publikum eigene Lyrik sowie Texte von Uwe Johnson vor, sprach über seine Beziehung zu Uwe und Elisabeth Johnson sowie über das Verhältnis von Johnson zum Suhrkamp Verlag. Mit seiner Lesung und im Gespräch eröffnete er neue Perspektiven auf die Persönlichkeit des Autors. Während in den Lesungen über das Medium der Sprache Bezüge zu Uwe Johnson hergestellt wurden, bot die Verfilmung der Erzählung "Osterwasser" von Saskia Walker sowie die Ausstellung "Ostberlin - die andere Zeit einer Stadt" einen anderen Blickwinkel auf Literatur. Saskia Walker wählte in "Osterwasser" eine lyrische Filmsprache und lotete dabei verschiedene Dimensionen von Landschaft aus. Die Ausstellung von Harald Hauswald in der PhotoArtGalerie zeigte "Ostberlin - die andere Zeit einer Stadt". 15 Jahre nach der Wende präsentierte sie einen Blick zurück auf den ostdeutschen Alltag vor dem Mauerfall und danach.

Schlagworte:

Person:
Johnson Uwe; Grass Anna; Johnson Elisabeth
Sach:
Wiedervereinigung; Schreiben
Geo:
Neubrandenburg
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
06.10.2004
Sprachen:
deutsch
Original:

Originallänge:
00:01:59
Kopie:

Länge der Kopie:
00:02:02
Tonträger:
MC
Datenformat Sichtung:
MPEG 2
Teilnehmende:

Person:
Hille, Sven (Vorredner(in))
Person:
Grass, Günter (Beitragende(r))

Zitieren

Zitierform:

Günter Grass bei den Uwe-Johnson-Tagen im Oktober 2004.

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