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DB-Nummer: 952

Interview mit der Schülerzeitung "Flüstertüte" : Die Flüstertüte, Schülerzeitung des Gymnasiums Meppen

Grass, Günter

Gespräch von Redakteuren der Schülerzeitung "Flüstertüte" am Gymnasium Meppen Themen: - SPD-Engagement von Günter Grass - erster Kontakt mit Sozialdemokratie nach dem Krieg in einem Bergewerk bei Hildesheim - Bedeutung Willy Brandts für die Sozialdemokratie und für Günter Grass - Anschuldigungen an Willy Brandt von Seiten Konrad Adenauers - Wahlkampfauftritte von Günter Grass - Wiederbewaffung Deutschlands - Wehrdienstverweigerung - Gemeinschaftschulsystem vs. Konfessionsschulen - Einfluss der Kirche auf die Politik - "Loblied auf Willy" vs. Differenzen zur Parteipolitik der SPD - gesellschaftliche Bedeutung und Mittel der Literatur - Geschichtsschreibung der Literatur - 17. Juni als deutscher Nationalfeiertag Herr Grass, weshalb betätigen Sie sich politisch für die SPD und nicht etwa für eine andere Partei? Ich sagte schon in meiner Rede, daß diese Parteien Grautöne sind, also keine Extreme. Die einen sind des Teufels, die anderen sind Engel, und es bedarf einer genauen Prüfung. Für mich ist die SPD die einzige Partei in Deutschland, die - zurückblickend auf unsere Vergangenheit - verhältnismäßig wenig Dreck am Stecken hat. Sie hat die sauberste demokratische Tradition, hat die Weimarer Republik mehrmals vor links- wie rechtsradikalen Putschversuchen in Schutz genommen, bis zur Zeit Hitlers, wo sie kaputt ging, aber als letzte gegen die Ermächtigungsgesetze unter Otto Wels gestimmt hat. Das ist der historische Hintergrund der Geschichte. Dann habe ich meine ersten Begegnungen mit den Sozialdemokraten als verhältnismäßig junger Mann, eigentlich in Ihrem Alter, mit 19 Jahren, gehabt. Nach dem Krieg kam ich aus der Gefangenschaft und habe in einem Bergwerk bei Hildesheim gearbeitet, und dort gab es alles mögliche: kleine Nazis, die untergeschlüpft waren, weil damals die Fragebogen umliefen, Altkommunisten und Sozialdemokraten, und das war eigentlich ein Spiegel der Weimarer Republik. Die kleinen Nazis und die Kommunisten wurden sich sehr rasch einig, wenn es gegen die Sozialdemokraten ging. Mich hat dieses Denken in reformistischen Kategorien, das Auskommen ohne die Revolution, die Evolution, das Evolutionäre bei den Sozialdemokraten und zwar bei ganz einfachen Sozialdemokraten, bei Arbeitern, das hat mich überzeugt. Die waren eigentlich schon damals zu dem Zeitpunkt, um 1949, ihrer Parteispitze überlegen, die damals eigentlich noch viel dogmatischer war, als sie es zum Beispiel heute ist. Das Godesberger Programm ist da schon vorausgeahnt worden von den Arbeitern, in Forderungen nach Schulen, nach Krankenhäusern, nach naheliegenden Dingen. Ich kann nicht sagen, daß mich die damals mit 19 Jahren überzeugt haben, aber das ist bei mir hängen geblieben. Und dann ist die Auseinandersetzung von meinem Beruf her. Wenn ich einen Roman schreibe, ist das eine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft; es passiert mit der selben Tinte und ist kein großer Unterschied. Ein perspektivischer Unterschied ganz gewiß. Und eben alls das zusammengenommen, besonders nach dem Godesberger Programm, da ist es deutlich geworden, daß die Sozialdemokraten allen Ballast, auch des 19. Jahrhunderts über Bord geworfen haben und daß sie in der Lage sind, die Regierungsverantwortung zu tragen. Sie haben zur Zeit - ich sage zur Zeit, für mich ist da nichts auf Ewigkeit, sondern in unserer Situation, jetzt 1965 - allein personell eine ausgezeichnete Alternative zu bieten. Sie haben wirklich fachlich gebildete, gute Leute, von der Wehrpolitik angefangen bis zu Verkehrsfachleuten. Und abgesehen davon glaube ich wirklich, daß Willy Brandt ein gegabter Staatsmann ist. Wir müssen ja nicht jedesmal einen Bismarck haben. Aber die Auswahl, die wir haben, ob das nun Schröder oder Gerstenmaier ist, da ist Brandt ganz gewiß der Mann, der nicht nur der begabteste ist, sondern der es auch bewiesen hat. Er hat in einer wirklich heiklen Situation, mit dem Drei-Mächte- Statut, der Verantwortung dem Bund gegenüber, mit dem Nachbarn DDR eine heikle Basis, und er hat da sehr geschickt operiert. Er hat als Einziger in den letzten zwei Jahren deutsche Außenpolitik betireben, denn was gemacht worden ist an politischen Dingen, ist von Brandt ausgegangen. Meinen Sie, daß der Vorwurf, Willy Brandt sei ein unfähiger Politiker, nur von der CDU kommt? Wissen Sie, das ist eine lange Geschichte. Während des letzten Bundestagswahlkampfes, ein Tag nachdem die Mauer gebaut worden ist, hat Konrad Adenauer in Regendburg eine Rede gehalten und sich nicht gescheut, Willy Brandt zu diffamieren als uneheliches Kind. Und das ist ja die politische Realität in unserem Land. Er ist systematisch, besonders von der Kapfinger Gruppe in Passau, diffamiert worden als Mann, der auf Deutsche geschossen hat, als ehemaliger Kommunist, was den Leuten heutzutage einfällt, Sie haben ja Varianten von der Galerie gehört. Diese Diffamierung - es ist der Charakter der Diffamierung, sie macht sich selbständig, sie löst sich von der Quelle, sie wandert von Mund zu Mund, dann wandert sie sogar ins Lager der Sozialdemokraten, die haben da mal etwas gehört, der Willy Brandt soll nicht so gut sein, wenn man ihnen dann nachweist, was die Quelle dieser Diffamierung ist, dann schämen sich die Leute. Und damit ist sehr zielstrebig gearbeitet worden. Erhard hat es jetzt wieder versucht mit dem Hinweis: Als er sich um die Deutsche Mark gekümmert hat, war Brandt noch im Ausland und hat da in Saus und Braus gelebt, was eine glatte Lüge ist. Haben Sie irgendwelche Zugeständnisse an die Parteidisziplin der SPD gemacht? Nein. Ich kann Ihnen das als Beispiel sagen: Gestern habe ich die Reise neu angefangen, und da hat vor mir Heinz Kühn gesprochen, der Oppositionsführer in Nordrhein-Westfalen. Der hat meine Rede nicht gekannt und der war sicher ein wenig kribbelig. Es war ein ähnlicher Stoff wie bei dieser Rede, und ich sehe auch keinen Grund, mich da vorher abzusprechen. Die Sozialdemokraten müssen damit rechnen, daß ich Sachen sage, die ihnen als Wahlkampfthema vielleicht unbequem sind. Das ist eben die Aufgabe, die mir zufällt. Ich kann von Dingen sprechen, die leider, besonders weil die Innenpolitik tabuisiert ist, kein Politiker, von keiner Partei, in den Mund nimmt. Was halten Sie von dem Versuch der jetzigen Parteileitung der SPD, durch Abrücken von den Grundsätzen aus der Zeit Kurt Schumachers eine Volkspartei zu werden? Ja, das hat ja schon etwas früher angefangen. Der Gegensatz hat schon zu Zeiten Schumachers bestanden. Durch Reuter, er hat von vornherein einen neuen Kurs befürwortet, und Brandt hat die direkte Nachfolge Reuters in dieser Linie angetragen. Das lief auf das Godesberger Programm zu. Schumacher hat zu einer ungünstigen Zeit einen nationalen Kurs für Deutschland verlangt. Für ihn stand 1948 Punkt 1 Wiedervereinigung auf dem Programm, und da hatten alle Leute nur ein Interesse: möglichst schnell einen Kochtopf und ein Dach über den Kopf. Von da ging es auf den Eisschrank und vom Eisschrank auf die Italienreise zu, und damit war das Thema endgültig gestorben. Heute leben wir in einer Wohlstandsgesellschaft. Wir meinen besonders, was die Theorien Kurt Schumachers und seiner Leute in Bezug auf Planwirtschaft, Sozialisierung und Neutralisierung betrifft. Davon ist die SPD abgekommen. Man wirft der SPD vor, daß sie 1955 nein gesagt hat zu den Pariser Verträgen. Das war die Meinung der SPD zu dem Zeitpunkt. Diese Meinung war begründet. Wir können heute noch nicht sagen, ob es besonders richtig gewesen ist, gerade für unser Land, diese Verträge so anzunehmen. Durch unsere so rasche Wiederbewaffnung haben wir die Wiederbewaffnung der DDr forciert und eigentlich die Trennung unserer beiden Länder zenemntiert. Über die Gründe der DPD könnte man schon diskutieren. Heute zu sagen: das war ein Nein zur Wiederbewaffnung, halte ich für falsch. Zudem hat die SPD etwas, was ich meine, Vernünftiges getan als politische Partei, also die Bundeswehr da war, hat sie sich auf die Bundeswehr eingestellt. Sie hat heute wirklich die besten Fachleute. Wir machen in einem halben Jahr Abitur, wir hoffen es wenigstens, und wir stehen dann vor der Entscheidung Wehrdienst, ersatzdienst oder Drücken. Welche von den drei Möglichkeiten halten Sie für die richtigste und anständigste? Ich würde sagen, wenn jemand zum Wehrdienstverweigerer neigt, aber die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, dann halte ich das nicht für besonders anständig. Wenn jemand von vornherein dazu sagt: Warum soll ich das nicht machen, ich werde das, was mir vom Grundgesetz her gegeben ist als Bürger in Uniform wahrnehmen, halte ich es auch für richtig. Aber ich halte die Diffamierung der einen wie der anderen Seite für falsch. Wenn jemand dann zu seiner Entscheidung steht, ist es sicher richtig. Sie meinen also, daß man aus Gewissensgründen durchaus den Kriegsdienst verweigern soll? Soll? Man kann es. Wissen Sie, ich kann ja die Gewissensgründe des Einzelnen nicht bestimmen und außerdem wandelt sich das. Was mir auffällt, und was in der einen Wahlrede drin ist, es wird Sie sicher auch interessieren, in unserer Wahlgesetzgebung ist eine Lücke. Wir sind in Deutschland mit dem vollendeten 19. Lebensjahr wehrpflichtig und mit dem vollendeten 21. Lebensjahr wahlberechtigt. Aber ein Büger in Uniform, der nicht wählen kann, ist undenkbar. Es ist eine Lücke, die im Wahlgesetz drin ist und es ist eine Aufgabe des nächsten Bundestages, unsere Wahlgesetzgebung genau zu formulieren, weil unser Wahlsystem im Grundgesetz nicht genau benannt worden ist. Die 5-Prozent-Klausel zum Beispiel ist ein sehr umstrittener Punkt, auch heute noch anzufechten, weil sie der Gleichheit der Wahl widerspricht. Wir kommen aus Niedersachsen und in Niedersachen ist ein Konkordat über die Konfessionsschulen verabschiedet worden, das Ihnen bestimmt bekannt ist. Wird dieses Konkordat das Verhältnis zwischen den Konfessionen verbessern oder wird das Konkordat, wie seine Gegner sagen, zur Konfessionalisierung des öffentlichen Lebens beitragen. Soweit mir der Inhalt bekannt ist, ist es so, daß die Gemeinschaftsschule weiterhin im Vordergrund steht und daß dann erst, wenn eine bestimmte Zahl Katholiken in der Diaspora leben, sie eine Konfessionsschule fordern können und daß sie dann gebaut werden kann, zusätzlich. Ich halte den Inhalt für vertretbar, die Form des Konkordatsvertrages halte ich für überholt und unangemessen für solch einen Vertrag. Wir haben genug Grundlagen, den auf einer normalen Basis abzuschließen; man hätte nicht den Heiligen Stuhl bemühen müssen, diesen Vertrag abzuschließen vor allem, weil dies immer unwiderruflich ist. Da bin ich ganz anderer Meinung als die SPD, in der Beziehung. Ich halte die Form für überholt und außerdem mit Ressentiments beladen durch das Konkordat, das Hitler abgeschlossen hat. Meinen Sie, daß die Kirche Einfluß auf die Plitik haben sollte. Ja, da müssen sie sagen, sie sollen Sozialdemokraten wählen. Ich glaube, daß die Sozialdemokraten im Grundsatz der Nächstenliebe mehr stehen als die CDU. Ich glaube auch, daß der heilige Franz von Assisi heute ganz bestimmt ein sozialdemokratischer Abgeordneter wäre. Wenn ich nur von der Figur Jesus Christus ausgehe, ich glaube nicht, daß man ihn für den Bundesverband Deutscher Industrie als Vorstandsmitglied haftbar machen kann. Wenn er irgendwie politisch gestanden hat, dann hat er links gestanden, nur bei den Armen und bei den Unterdrückten. Halten Sie aber andererseits den Einfluß der Kirche als Institution angemessen, auf die Politik einzuwirken? Ja, ich glaube, daß sie sich nicht unpolitisch verhalten soll, wie es zum Beispiel ein Teil der protestantischen Kirchen in der Nazizeit gemacht hat, mit dem: gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, also dieser Staatsgehorsam. Aber sie sollte es nicht so blind parteipolitisch machen, sie sollte auf dem Boden der Verfassung stehen, das reicht allein schon aus, um sich politisch zu betätigen. Warum haben Sie Ihre Rede "Loblied auf Willy" und nicht "Loblied auf die SPD" genannt? Es ist eine meiner Reden. Es kam mir bei dieser Rede darauf an, einmal den ganzen Hintergrund der Diffamierung aufzudecken, weil ich es für notwendig halte. Diese Rede hat sehr viel Anklang gefunden und hat sehr viele Käufer gefunden. Haben Sie in Ihrem literarischen Schaffen besondere Gesichtspunkte, durch die Sie dem Volk unsere Gesellschaft zeigen wollen? Die literarische Disziplin ist viel komplizierter als die politische Disziplin. Die Dinge sind viel indirekter, es bedarf immer wieder der Rückblende, des Zurückgehens, eine neue Schicht muß aufgedeckt werden. Man kann also mit einer platten Programmierung, ich habe jetzt mit diesem Roman vor, das und das an den Mann zu bringen, unmöglich Erfolg haben. Mir ist es immer so bei allen Romanen gegangen, wenn mich etwas in der Gegenwart interessiert, ich näher an die Sache heranging, mußte ich zehn Jahre zurückspringen, dann zwanzig Jahre zurückspringen und meistens fing es dann in unserem Jahrhundert an. Haben Sie bestimmte Grundanliegen, die Sie unserer Gesellschaft mitteilen wollen? Ja, mir kam es zum Beispiel in der "Blechtrommel" und auch in "Hundejahre" darauf an, zu zeigen, inweiweit die Kleinbürgerschicht in Deutschland latent bereit ist für autoritäre Tendenzen, politisch verführbar ist. Nicht daß ich andauernd anklage, sondern im Alltag zeige ich mit den Mitteln der Satire, mit den Mitteln der Parabel, mit all den literarischen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, das zu zeigen. Im letzten Jahr habe ich an einem Theaterstück gearbeitet, das den 17. Juni 1953 zum Thema hat, aber nicht nur den Aufstand an sich, sondern das Verhalten Intellektueller zu einem Arbeiteraufstand. Sehen Sie, das ist jetzt 12 Jahre her, und wir leben 12 Jahre geduldig mit einer Geschichtsfälschung. In der DDR ohnehin,, da ist es nach wie vor von der Sprachregelung her ein faschistischer Putschversuch gewesen, und hier ist der 17. Juni knappe Wochen danach verfälscht worden zur Volkserhebung. Es ist keine Volkserhebung gewesen, sondern ein Arbeiteraufstand, was ein wesentlicher Unterschied ist. Die bürgerlichen Kreise, die Intellektuellen und die Bauern standen abseits, bis auf wenige Ausnahmen in Halle und besonders in Leipzig. In Berlin zum Beispiel ist niemand aus der Humboldt-Universität herausgekommen. Die Arbeiter haben davorgestanden und gerufen, sie sollen mitmachen und es ist niemand gekommen. Und in der Bundesrepublik ist das Beschämende daran, daß die Verfälschung vom Arbeiteraufstand zue Volkserhebung bewußt passiert ist. Willy Brandt hat wenige Tage nach dem Aufstand als damals unbekannter Abgeordneter im Bundestag davor gewarnt, die Leistung der Arbeiter zu verfälschen. Es ist dann mehr und mehr passiert und heute gehört es zum Sprachgebrauch: "Die Volkserhebung des 17. Juni", was einfach eine Geschichtsfälschung ist. Ich empfehle Ihnen ein Buch, das vor ein paar Wochen herausgekommen ist, das ist auch in der Bibliothek für die Bundeswehr, von Arnulf Baring über den 17. Juni, bei Kiepenheuer & Witsch ist es herausgekommen. Halten Sie den 17. Juni für einen Tag, der ein Nationalfeiertag der Deutschen sein kann? Nicht in der Form, wie wir ihn feiern. Es ist auf jeden Fall ein, damals vom Ausland sehr beachteter, Versuch gewesen, innerhalb einer Diktatur, die die Nachfolge von Hitlers Diktatur war, demokratische Grundrechte zu erkämpfen. Und wenn damals jemand etwas für das Ansehen Deutschlands getan hat, dann waren es die Arbeiter der Stalinallee, die übrigens zum Großteil - was auch nachgewiesen ist, also von Block 40und Block C Süd - Aktivisten gewesen sind. Das waren zum Teil SED-Mitglieder, die im Gegensatz zur Parteilinie standen. Wir möchten Sie dann nicht länger aufhalten, Herr Grass. Ja, jetzt muss ich zur Jungen Union. Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.



Urtitel:
Das Interview - Günter Grass Exklusiv
Anfang/Ende:
Track 1: (ATMO, Vorgespräch) So, dann fangt…bedanken uns (unverständlich, ATMO); Track 2: (ATMO, Vorgespräch) So, dann fangt…in der DDR…(bricht ab)
Genre/Inhalt:
Politik
Präsentation:
Gespräch
Historischer Kontext:

Am 27. August 1965 sprach Günter Grass in Rheine. (2. Wahlkampfreise. Die Rede ist in GWA Bd.14 "Reden und Essays" nicht aufgeführt.) Zu dieser Veranstaltung fuhren vier Redakteure der Schülerzeitung "Die Flüstertüte". Im Anschluss an seine Rede gab Günter Grass der "Flüstertüte" dieses Interview. Laut Peter Michael Meiners, seinerzeit Schüler des Gymnasiums Meppen und Redakteur der "Flüstertüte", habe es im Vorfeld des Interviews an der Schule von Seiten der Schulleitung Kritik an Günter Grass und seiner Haltung gegeben.

Schlagworte:

Person:
Brandt Willy; Bismarck Otto von; Kühn Heinz; Schumacher Kurt; Baring Arnulf; Hitler Adolf; Adenauer Konrad; Wels Otto; Gerstenmaier Eugen; Ehrhard Ludwig
Werke:
Die Blechtrommel; Hundejahre; Loblied auf Willy; Die Plebejer proben den Aufstand
Sach:
SPD; Wahlkampf; Godesberger Programm; Diffamierung; DDR; Wiedervereinigung; Planwirtschaft; Wiederbewaffnung; Wehrdienst; Kirche; Katholizismus; Roman; Pariser Verträge; Kriegsdienst; Fünf Prozent; Konfessionsschulen
Geo:
Hildesheim; Meppen; Rheine
Zeit:
17. Juni 1953
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
27.08.1965
Datumszusatz:
wurde nicht gesendet, nur gedruckt
Aufnahmeort:
Rheine
Sprachen:
deutsch
Betriebsarten:
Mono
Anmerkung Qualität:
Amateuraufnahme von eher schlechter Qualität mit vielen, z. T. sehr lauten Hintergrundgeräuschen. File 2 ist auf nur einem Kanal, aber besser zu verstehen.
Original:

Originallänge:
00:32:41
Analog/Digital:
reformatted digital
Original-Tonträger:
MC
Datenformat:
nicht zutreffend
Kopie:

Länge der Kopie:
00:52:05
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
MPEG 2
Datenformat Archiv:
mp3
Teilnehmende:

Person:
Stein, Manfred (Interviewpartner)
Person:
Grass, Günter (Autor(in))
Person:
Grass, Günter (Vorredner(in))

Zitieren

Zitierform:

Grass, Günter: Das Interview - Günter Grass Exklusiv. Rheine .

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