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DB-Nummer: 962

Der Knoten im Revolverlauf : Laudatio auf die Enthüllung der Skulptur "Non Violence" von Carl Frederik Reuterswärd

Grass, Günter

Vermutlich: Rede "Der Knoten im Revolverlauf". Rede anlässlich der Enthüllung der gleichnamigen Plastik von Carl Friedrich Reuterswärd vor dem Bundeskanzleramt in Berlin am 22. August 2005. Vgl. WA 12 (2007), S. 702-705).



Urtitel:
Der Knoten im Revolverlauf
Genre/Inhalt:
Kunst
Präsentation:
Rede
Historischer Kontext:

Die Gnade der totalen Niederlage Gerhard Schröder und Günter Grass enthüllen am Kanzleramt die Plastik "Non Violence" von Carl Fredrik Reuterswärd von Eckhard Fuhr Früher wurden Regierungschefs bei Staatsbesuchen mit vergoldeten Pistolen oder luxuriösen Jagdgewehren beschenkt. Das ist aus der Mode gekommen, jedenfalls im Umgang demokratischer Nationen untereinander. Unter Potentaten gilt der Prestigewert fein gearbeiteter Schießeisen allerdings noch etwas. Nun hat die Bundesrepublik Deutschland von dem schwedischen Künstler Carl Fredrik Reuterswärd ein ganz besonderes Schießeisen geschenkt bekommen, einen Revolver mit verknotetem Lauf, eine ursprünglich todbringende Waffe, welche durch Künstlerhand wirkungsvoll entschärft und zum appellativen Zeichen der Gewaltlosigkeit wurde: "Non Violence". Seit 1988 steht eine Version dieser Plastik vor dem UN-Gebäude in New York, und nun eine weitere im Park des Kanzleramtes, gut sichtbar vom Uferweg der Spree und den Ausflugsschiffen. Mit einem geschenkten Kunstwerk hält man es wie mit dem redensartlichen Gaul. Man nimmt es, wie es ist. Genau das tat Bundeskanzler Gerhard Schröder, als er sich vor der Enthüllung am Sonntagabend bedankte. Die Botschaft dieser Kunst sei eindeutig, "ohne Chance für Mißverständnisse", sagte er, die Plastik sei "ein sprechendes Mahnmal für den Frieden" und gemahne die Politik, sich der Logik militärischen Denkens nicht zu unterwerfen. Günter Grass, der diesen berückend schönen Spätsommerabend gut gelaunt genoß, machte in seiner Laudatio dann doch den Versuch, dem geschenkten Gaul ins Maul zu schauen. Das Ergebnis seiner ästhetischen Taxierung war für manche verblüffend, entdeckte er doch bei Reuterswärd eine Vieldeutigkeit, die ihn an Francisco Goyas "Traum der Vernunft" erinnerte. Bei Goya ist in der Tat die Dialektik der Aufklärung zum Bild geworden, denn es bleibt offen, ob die Ungeheuer von der träumenden Vernunft selbst hervorgebracht werden oder sie in ihrem Schlaf von außen bedrohen. Wäre Reuterswärds pazifistische Ikone in Wahrheit ein Versuch über die Dialektik der Gewaltlosigkeit, der verknotete Revolver also Friedens- und Ohnmachtszeichen gleichermaßen? So gedeutet, wäre sie der Außenpolitik der rot-grünen Koalition kongenial, einer in Worten und Taten ja keinesfalls pazifistischen Außenpolitik. Aber so klar wollte sich Günter Grass nicht ausdrücken. Vielmehr verwahrte er sich gegen den "zynischen Beifall" von Rüstungslobbyisten, die sich "biedermännisch gekleidet zwischen Parlament und Regierungssitz ergehen" - an diesem Abend allerdings weit und breit nicht zu se- hen waren. Wuchtige Schläge führte er gegen Kommentare, die er "demnächst" aus "spitzer Feder" erwarte. Wogegen mit spitzer Feder allenfalls Einspruch erhoben werden muß, ist die Art, in der Grass das universelle Friedenszeichen des verknoteten Revolvers in ein nationales Emblem umdeutet. Er sieht die Deutschen in der Gnade der totalen Niederlage, aus der sie Einsichten gewonnen hätten, an denen es den Siegern der Geschichte mangele. Während die Deutschen sich mit ihren Verbrechen auseinandergesetzt hätten, warte die Welt immer noch darauf, daß sich Amerika für den Atombomben-Einsatz in Hiroshima und Nagasaki entschuldige. Mit der Beschwörung des atomaren Infernos war Grass tief in den achtziger Jahren und damit tatsächlich ganz nahe an Reuterswärds Kunst. Die Festgesellschaft hatte eher die nächsten vier Wochen im Blick. Das trübte die Heiterkeit dieses Abends keineswegs. Artikel erschienen am Di, 23. August 2005 in "Die Welt" Der Schriftsteller als Missionar Von Werner Bloch Günter Grass fliegt in den Jemen, ignoriert vermeintliche Gefahren und erlebt die schönste Reise seines Lebens: Baden im Golf von Aden, Streiten mit dem Staatspräsidenten, vor allem aber Werben für westöstliche Völkerverständigung Ist es Ostern? Oder Palmsonntag? Eine Zeitmaschine hat uns 2000 Jahre zurückgeworfen, in eine Epoche, als Propheten noch etwas galten. Nur kommt diesmal kein religiöser Verkünder, sondern ein bekennender Atheist, kein Religionsstifter, sondern ein Literat. Groß ist die Aufregung, das ganze Volk auf den Beinen, als es gilt, den Besucher in die Moschee zu geleiten. Eine Prozession mit Trommeln und Flöten vor wildromantischem Bergpanorama. Als der Mann aus Lübeck – umringt von bunten Gestalten mit Turbanen und Kaftanen, über denen strenge europäische Jacketts getragen werden – die Moschee ansteuert, ertönt von einem Felsen, der jäh oberhalb des Bergdorfs aufragt, der ungeheure Ruf: »Im Namen Allahs, willkommen sei Günter Grass.« Nicht alle Besucher werden im Jemen so fromm begrüßt, doch es kommen auch nicht mehr viele hierher, seit das Land als Rückzugsgebiet von al-Qaida gilt und von den Amerikanern auf der »Achse des Bösen« verortet wurde. Ende Dezember ging die Nachricht über die Ermordung dreier amerikanischer Ärzte im südjemenitischen Jibla durch die Presse. Doch solche Meldungen stehen nur für einen kleinen Ausschnitt aus der jemenitischen Wirklichkeit. Der Großteil des Landes fußt auf einer friedlichen archaischen Kultur, wie sie die muslimische Sekte der Ismaeliten vorlebt, die Günter Grass an diesem Morgen besucht. Ins Hochland mit seinen Terrassen und Felsendörfern haben sich die Ismaeliten vor Jahrhunderten angesichts der Verfolgungen durch die muslimische Orthodoxie zurückgezogen. Heute beeilen sich die ehemaligen Ketzer, ein Bekenntnis zur Friedfertigkeit des Islam abzulegen. Wer nachts durch Sanaa streift, ist dort sicherer als in vielen europäischen Hauptstädten Günter Grass erlebt hier auf den Bergspitzen des Djebel Haraz eine Epiphanie eigener Art: Der Junge, der auf dem Weg in das Städtchen Manakhah vor ihm her läuft und hingebungsvoll die Blechtrommel spielt, sich fast bis zur Bewusstlosigkeit die Kehle aus dem Leib singt, sieht aus wie eine Wiedergeburt von Oskar Matzerath, dem Helden aus der Blechtrommel. Günter Grass ist bewegt: »Haben Sie gesehen? Das war kein normaler Junge, er hatte ganz alte Augen.« Wenn Grass durchs Land reist, ist das natürlich kein normaler Touristentrip. Der Staatspräsident stellt die Karosse, man reist mit einem Tross von Sicherheitsbeamten, mit Bus und 16 weiteren Fahrzeugen. Immer dem Blaulicht nach! Ein Polizeiauto vorn, eines am Ende des Konvois, Sirenen, Hupen, dazu Soldaten in offenen Jeeps, die die Kreuzungen und Zufahrtsstraßen sichern. Privatautos werden zur Seite gedrängt, der Konvoi donnert wie ein Zug durchs leere Land. Aber es gibt auch Momente der Entschleunigung. Zum Beispiel wenn Grass anhalten lässt. Dann nimmt er seinen Zeichenblock, setzt sich seelenruhig zwischen die Menschen oder vor eine Flusslandschaft, fängt Gesichter, Figuren und Panoramen ein. Ja, Grass ist glücklich hier, euphorisch. »Dies ist die schönste Reise meines Lebens – und ich habe viele Reisen gemacht«, betont er immer wieder, überwältigt von Geschichte und Natur, aber natürlich auch dem königlichen Empfang, der ihm bereitet wird. Eine 22-köpfige Delegation aus Deutschland begleitet Grass auf Einladung des jemenitischen Staatspräsidenten. Die Visite trägt alle Züge eines offiziellen Staatsbesuchs: vom durchorganisierten Programm bis zu den üppigen orientalischen Geschenken, die jeder bei der Abreise in seinem Koffer findet. Ausgedacht hat sich das Projekt die Dichterin Amal al-Jubouri, die als Kulturattaché in der jemenitischen Botschaft in Berlin arbeitet und weiß, wie sehr Kultur das Image eines Landes aufwerten kann. Der Jemen gehört zu den ganz großen Traumzielen vieler Deutscher. Das Reich der Königin von Saba, die zur Zeit Salomons die gesamte so genannte Weihrauchstraße kontrollierte und es zu sagenhaftem Reichtum brachte, die Schönheit der Landschaften zwischen Wüste und Bergen, Meer und Sahelzone, die faszinierende Stadt Sanaa mit ihrer Architektur – all das macht den Jemen unwiderstehlich. Gerade Deutsche haben zu seiner touristischen Entdeckung beigetragen. Sie sind bis heute angesehen und beliebt. Und doch ist der Tourismus zusammengebrochen, kaum noch einer traut sich her, nachdem es in den neunziger Jahren spektakuläre Entführungen gab. »Ich fühle mich hier so sicher wie in Abrahams Schoß«, sagt der Nobelpreisträger. »Schande über diejenigen, die nicht das bisschen Zivilcourage aufbringen, dieses wundervolle Land zu bereisen.« Tatsächlich gibt es viele Länder, zum Beispiel in Südamerika, die wesentlich gefährlicher sind als der Jemen. Wer nachts durch Sanaa streift, ist dort sicherer als in vielen europäischen Hauptstädten. Auch ohne Begleitung von Sicherheitsbeamten. Kein Tourist braucht sich in einem Ghetto einzubunkern, man kann Kontakt zur Bevölkerung aufnehmen, am besten natürlich bei einer Katsitzung. Der bitter schmeckende Saft der Blätter des Katstrauches hat euphorisierende Wirkung, er enthält ein Amphetamin, das die Zunge löst. Deshalb werden Probleme im Jemen gern bei Katsitzungen besprochen. Lesermeinung Meistgelesene Artikel * Hartz IV Wo es wirklich hakt » * Spielen Um die Ecke gedacht Nr. 1880 » Aus dem Ressort reisen * Buchmesse Barcelona steigt zu Kopf » * Europa Inder auf Touren » Beliebteste Galerien * Politische Karrieren Abgestürzt » * Fussball Der coole Bundestrainer » Wie sehr der Jemen im Umbruch ist, erfährt man vor allem auf einer Reise in den Süden. Bis 1990 gab es einen Nord- und einen Südjemen; beide Teile vereinigten sich im selben Jahr wie die beiden deutschen Staaten. Doch der ehemals sozialistische Süden wollte sich danach noch einmal abspalten. Es kam 1994 zu einem Sezessionskrieg. Seitdem muss die ehemals freizügigere und sozial fortgeschrittenere Volksrepublik um die Hauptstadt Aden eine massive Reislamisierung über sich ergehen lassen. Schul- und Gesundheitswesen haben sich zurückentwickelt. Gerade die jüngeren Frauen und heranwachsenden Mädchen sind, abgesehen von den Augen, völlig verschleiert, während ihre Mütter herumlaufen, als könne ihnen das Schleierdiktat nichts anhaben. Ein merkwürdiger Riss geht durch die Familien. In Aden selbst gibt es nicht viel zu sehen, obwohl die Stadt einst, als die großen Dampferpassagen von Europa nach Indien führten, zu den wichtigsten vier Passagierhäfen des britischen Empire gehörte. Aden fällt heute vor allem durch seinen Leerstand und den Grad der Verfallenheit auf: kilometerweit nichts als unvollendete Steinbauten. Der Hafen ist verwaist, seit hier im Herbst 2000 ein Selbstmordanschlag auf das amerikanische Kriegsschiff USS Cole verübt wurde. Das Haus, in dem der Dichter Arthur Rimbaud zwiespältige Waffengeschäfte geführt haben soll, nennt sich jetzt Rambow’s Hotel und sieht aus wie ein Bordell. Nur das Meer ist traumhaft in Aden. Wer sich vom Sheraton aus ins Wasser stürzt, sollte allerdings Obacht auf seine Füße geben. Spitzes Geröll türmt sich unsichtbar unter der Wasseroberfläche, man verletzt sich beim Inswassersteigen bis aufs Blut, nur Grass bleibt wunderbar verschont. »Macht euch um mich keine Sorgen«, sagt er, bevor er hinausschwimmt, »ich bin doch an der Ostsee aufgewachsen.« »Eid Mubarak« – frohes Fest! Heute ist der Ramadan zu Ende gegangen, es gibt wieder Bier, zumindest in den großen Hotels. Im Sheraton sogar normales Becks, nicht nur alkoholfreies. Das Sheraton, munkelt man, hat nicht nur eine fantastische Küche mit den besten Fischspezialitäten der Stadt. Nachts soll es in der Hoteldisco auch zu Freizügigkeiten kommen, die es sonst im ganzen Land kaum noch gibt. »Deshalb befürchten wir, dass das Sheraton einmal Opfer eines Bombenanschlags werden könnte«, sagt eine langjährige deutsche Beobachterin. Das Hotel wird jedoch stark bewacht. Morgens um neun soll es weitergehen, per Flugzeug in den Hadramaut. Doch am Flughafen gähnende Leere: keine Maschine in Sicht, und es wird auch in den nächsten fünf Stunden keine erwartet. Die Situation scheint aussichtslos. Ein völlig abgewrackter Teil des Flughafens mit Schutthaufen und zerschossenen Scheiben ist für Transitpassagiere gedacht und lässt nichts Gutes erwarten. Also Weiterfahrt per Bus? Nicht wenn man Gast des Staatspräsidenten ist und der Chef der Fluggesellschaft Yemenia zugleich Schwiegersohn des Präsidenten Ali Abdallah Saleh. Kurzerhand wird ein Airbus aus Sanaa abgerufen, mit 300 Sitzen, allein für die kleine deutsche Delegation. Nachmittags fliegen wir tatsächlich im weiten Bogen über das Meer, über die keilartigen, fantastischen Felsformationen der Tafelberge, die aussehen, als hätte man sie mit der Laubsäge ausgeschnitten. Jenseits der furchterregeden Wüste Rub al-Khali, die übersetzt »Leeres Viertel« heißt, geht es nach Shibam, dem »Manhattan in der Wüste«, einem architektonischen Wunder. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zu jener abgelegenen Gegend, aus der der Vater von Osama bin Laden stammen soll. Der Jemen ist traditionell kein Ort des Fundamentalismus Mit ihren bis zu siebenstöckigen Häusern aus Lehm gilt Shibam als Perle des Hadramaut. Die Stadt liegt mitten in einem Wadi und ist das Zentrum der jemenitischen Lehmarchitektur. Kaum jemand aber beherrscht noch die Kunst des Lehmbaus, ganze drei Baumeister, von denen der jüngste 70 ist. Günter Grass beobachtet, notiert und lässt sich in die Häuser einladen. Am nächsten Tag macht er dem Gouverneur der Provinz einen Vorschlag: Man solle doch eine Berufsschule für Architekten gründen, am besten über eine Stiftung. Er, Grass, sei bereit, dafür 10000 Euro zur Verfügung zu stellen. Der Gouverneur legt dieselbe Summe drauf, es kann ernst werden mit der Erneuerung der Tradition. Am Ende seiner Reise steht dann noch ein dreitägiger Dichterkongress in Sanaa, bei dem Grass mit arabischen Schriftstellern und Intellektuellen über Literatur und Freiheit, Demokratie und Engagement diskutiert. Kein Leichtes, eine gemeinsame Sprache zu finden, zum Beispiel als Grass behauptet, man könne sowohl ein Freund der arabischen Länder als auch ein Freund Israels sein. Die jemenitischen Schriftsteller sind da ganz anderer Meinung. Anschließend will Grass über Freizügigkeit und Körper diskutieren. Doch eine junge Frau antwortet: »Wenn ich das Wort Körper höre, denke ich nicht an Erotik und Sex, sondern an die verbrannten Körper der palästinensischen Jugendlichen, die von israelischen Soldaten getötet wurden.« Grass aber bleibt streitbar. Selbst den Staatspräsidenten verwickelt er bei einer Audienz im Präsidentenpalast in einen kleinen Disput, bei dem sich der Nobelpreisträger für einen jemenitischen Autor einsetzt, der sich wegen einer Veröffentlichung bedroht glaubt: »Ich weiß, Herr Präsident, es gibt ein Gerichtsurteil gegen diesen Autor. Aber die Literatur hat auf Dauer gesehen den längeren Atem.« Der Präsident ist erst sichtlich verstört, dann aber erstaunlich wohlwollend gegenüber dem unbotmäßigen deutschen Schriftsteller, dem er eigentlich nur einen Orden umhängen wollte. Gerade dank seiner Offenheit kommt Grass erstaunlich gut an. Und wenn es nach ihm geht, dann soll in Sanaa eines Tages eine Konferenz über die Probleme wiedervereinigter Staaten stattfinden. »Da hätte ich einen guten Grund, noch einmal herzukommen.« Die Fassaden mit den weiß getünchten Fenstern, die unzähligen Buden mit ihren Angeboten an Silberschmuck, Perlen, Schatzkästchen und Tuchen machen Sanaa zu einer reichen und attraktiven Metropole, aber ohne die Zudringlichkeiten, die aus anderen arabischen Kapitalen bekannt sind. Seit Sanaas Altstadt Weltkulturerbe ist, wurde viel für ihre Erhaltung getan. Heute bedroht eher das exzessive religiöse Bauen der Saudis die Silhouette. Ihre viel zu hohen Minarette zerstören die Proportionen des Ensembles und zeigen den Anspruch der sehr viel strengeren wahabitischen Religion der Saudis. Der Jemen selbst ist traditionell kein Ort des Fundamentalismus. Günter Grass will nun etwas für den Tourismus unternehmen. »Ich möchte junge, bildungshungrige Menschen einladen, dieses wunderbare Land zu besuchen«, sagt er. »Wir dürfen nicht so tun, als sei die jeweils andere Kultur eine feindliche Masse.« Das wirtschaftlich strangulierte Land will seine Isolation durchbrechen, und wer kommen mag, findet hier perfekte Organisation und deutschsprachige Betreuung. Touristen werden im Jemen händeringend erwartet.

Schlagworte:

Person:
Dürer Albrecht; Bush George W.; Goya Francisco; Reuterswärd Carl Frederik
Werke:
Aus dem Tagebuch einer Schnecke
Sach:
Kunst; Terrorismus
Geo:
Irak; USA; Hiroshima; Nagasaki
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
21.08.2005
Aufnahmeort:
Berlin - Park des Bundeskanzleramts
Sprachen:
deutsch
Teilnehmende:

Person:
Grass, Günter (Autor(in))
Person:
Grass, Günter (Vorredner(in))

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Zitierform:

Grass, Günter: Der Knoten im Revolverlauf. Berlin - Park des Bundeskanzleramts .

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