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DB-Nummer: 993

Steinmetz und anderes : Der Künstler Günter Grass

Atelierbesuch bei Grass in Behlendorf, von Wilfried F. Schoeller Grass im Gespräch mit Wilfried F. Schoeller: Beginn der schriftstellerischen und bildkünstlerischen Tätigkeiten bei Grass schon mit 12 oder 13 Jahren; drei Onkel von Grass mit künstlerischen Ambitionen; zusammengehörige Talente, die Grass von mütterlicher Seite mitbekommen hat; Steinmetzlehre wegbereitend für Aufnahme an der Kunstakademie Düsseldorf; ab 1953 und Umzug nach Berlin häufigere schrifstellerische Arbeiten, vor allem erste Gedichte zur Veröffentlichung ("Die Vorzüge der Windhühner"); nicht abgeschlossene Schulausbildung als "Schutz" vor gewöhnlichem Beruf, beispielsweise als Rundfunkredakteur; schwierige finanzielle Verhältnisse in den 50er Jahren; dritter Preis beim Lyrikwettbewerb des SDR 1955 auf Initative von Grass' damaliger Frau Anna und seiner Schwester; danach Einladung zur Gruppe 47; positive Kritik nach Lesen von Gedichten bei Gruppe 47; durch Peter Frank kommt Grass zum Luchterhand Verlag; neue Gattung der "Aquadichte" in "Fundsachen für Nichtleser"; Arbeit am Epischen; Suche nach dem ersten Satz; Verbindung von Roman und Zeichnung; Manuskripte sind von Zeichnungen durchsetzt; Bedürfnis, bildhaft und sachlich zu schreiben, wird durch Zeichnungen unterstützt; Bedeutung von "Fundsachen", von Liegengebliebenem (Beispiel aus der "Blechtrommel": Patronenhülse, die Schugger Leo findet); aktuelles Beispiel aus den "Fundsachen": Kochgeschirr; Kolonialwarenladen als Sammelort für Exotisches und für Unzusammenhängendes; "Ungesagte Reste" in Literatur; offene Enden in Büchern (Beispiel "Ein weites Feld"); Grass wäre auf die Fortsetzung von "Ein weites Feld" durch einen anderen Autoren gespannt; Bedürfnis von Grass, mit Lyrik und Zeichnungen zu sich selbst zu kommen und seinen Standort zu überprüfen; Grass' Selbstverständis vom Bürger in der Demokratie; Kritik am Kapitalismus und am Einheitsprozess; Leser als "Erwecker" von Büchern; Grass' Antrieb zum Schreiben und zum Widerspruch; Kontroverse zwischen Sartre und Camus; Grass hat sich für Camus und dessen Deutung des Sisyphos-Mythos entschieden; Antrieb zu fortwährendem Engagement; weiterer Antrieb: Scheitern der Weimarer Republik durch fehlendes Bürger-Engagement; Verpflichung gegenüber Nachkommen; nur sehr wenige aufgegebene Schreibprojekte; gelegentlich aufgeschobene Stoffe.



Urtitel:
Steinmetz und anderes: Der Künstler Günter Grass - ein Atelierbesuch
Anfang/Ende:
Das ist das…Gegend geht. Vielen Dank.
Genre/Inhalt:
Kultur
Präsentation:
Gespräch
Historischer Kontext:

Grass wird 70 Jahre alt

Schlagworte:

Person:
Grass Anna; Benn Gottfried; Sartre Jean-Paul; Camus Albert; Fontane Theodor; Frank Peter; Reifferscheid Eduard; Bronski Jan
Werke:
Die Rättin; Die Blechtrommel; Die Vorzüge der Windhühner; Katz und Maus; Hundejahre; Fundsachen für Nichtleser; Unkenrufe; Ein weites Feld
Sach:
Steinmetz; Kunstakademie; Rundfunk; Lyrik; Aquadichte; Aquarell; Zeichnung; Einheit; Kapitalismus; Bürger; Talent; Wettbewerb; Liegengebliebenes
Geo:
Düsseldorf; Behlendorf; Berlin; Paris; xxx
Zeit:
Weimarer Republik
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
15.10.1997
Aufnahmeort:
Behlendorf
Sprachen:
deutsch
Original:

Originallänge:
00:29:12
Analog/Digital:
reformatted digital
Original-Tonträger:
VHS
Kopie:

Länge der Kopie:
00:29:18
Tonträger:
DVD
Datenformat Sichtung:
MPEG 1
Herkunft:

Archivnummer:
0000465290.000
Produktionsnummer:
2318-0115
Teilnehmende:

Person:
Schoeller, Wilfried F. (Interviewpartner)
Person:
Grass, Günter (Vorredner(in))

Zitieren

Zitierform:

Steinmetz und anderes: Der Künstler Günter Grass - ein Atelierbesuch. Behlendorf .

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