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DB-Nummer: 1040
10.20379/dbaud-1040

Günter Grass übergibt Otto Pankok-Preis 2006

Im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses nehmen fünf Sinti-Frauen die Preisurkunden des Otto Pankok-Preises 2006 von Günter Grass entgegen; die Sintessa Wanda Kreuz hat 1995 zusammen mit zwei anderen Sinti-Frauen das Kieler Sinti-Mediatorinnen-Projekt gegründet, das Sinti-Kinder besser an Kieler Schulen integrieren soll; von der Landesregierung Schlewsig-Holstein wird dieses Projekt inzwischen unterstützt; Grass fordert bei der Preisverleihung den Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen auf, die Sinti und Roma in seinem Bundesland als Minderheit anzuerkennen, was bei Dänen und Friesen bereits der Fall ist; einzig Rheinland-Pfalz, dessen Ministerpräsident Kurt Beck gleichfalls anwesend ist, hat mit den Sinti und Roma bereits eine entsprechende Rahmenvereinbarung getroffen. O-Ton Grass: Verantwortung nach den Verbrechen der Zeit des Nationalsozialismus; im Gegensatz zu den Juden hatten Sinti und Roma nie Fürsprecher; Grass hat die Fürsprecher-Rolle schon seit langem übernommen; erste Begegnung mit Zigeunern: Anfang der 50er Jahre während der Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok; 1997 gründet Grass die Ott-Pankok-Stiftung. O-Ton Grass: Stiftung als Bürgertradition



Urtitel:
Günter Grass übergibt Otto Pankok-Preis
Anfang/Ende:
(MUSIK) Ein besonders Publikum…Bürgermöglichkeit, eine Bürgerpflicht.
Genre/Inhalt:
Politik
Präsentation:
Dokumentation
Historischer Kontext:

Verleihung des Otto-Pankok-Preises 2006. Günter Grass war 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Student bei Otto Pankok. Er erinnert mit einem Otto-Pankok-Preis und der 1997 in Lübeck gegründeten "Stiftung zugunsten des Romavolks" daran, dass der Künstler Otto Pankok in seinem sozialkritischen Werk immer wieder auf verfemte Minderheiten, insbesondere auf die "Zigeuner" aufmerksam machte. Die Stiftung soll das Verständnis für die Eigenarten des Romavolks fördern und über dessen kulturelle und soziale Lage in Geschichte und Gegenwart aufklären, sowie zu Toleranz beitragen. Gefördert werden journalistische, wissenschaftliche, sozialpolitische und künstlerische Arbeiten, deren Anlass und Thema das Romavolk ist, insbesondere die Sinti und Roma in Deutschland. Erste Preisträgerin war 1999 die Filmemacherin, Publizistin und Bürgerrechtlerin Melanie Spitta. 2002 wurde der Preis an den aus dem Kosovo stammenden Arzt und Menschenrechtler Ibrahim Hasani verliehen, 2006 an das Kieler Sinti-Mediatorinnen-Modell für beispielhafte Integrationsarbeit für Sinti-Kinder an Kieler Schulen.

Schlagworte:

Person:
Pankok Otto; Kreuz Wanda; Carstensen Peter Harry; Beck Kurt
Sach:
Sinti; Roma; Zigeuner; Preisverleihung; Kunstakademie
Geo:
Lübeck; Schleswig-Holstein; Kiel; Rheinland-Pfalz; Düsseldorf
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
15.05.2006
Aufnahmeort:
Lübeck, Rathaus
Sprachen:
deutsch
Betriebsarten:
Mono
Original:

Originallänge:
00:03:13
Original-Tonträger:
CD
Kopie:

Länge der Kopie:
00:03:10
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
mp3
Herkunft:

Sender / Institution:
Deutschlandfunk Köln (DLF)
Sendereihe:
Journal
Teilnehmende:

Person:
Grass, Günter (Beitragende(r))

Zitieren

Zitierform:

Günter Grass übergibt Otto Pankok-Preis. Lübeck, Rathaus .

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