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DB-Nummer: 1061

Gedächtnis und Generationen Teil 2 (Poln.) : Erinnerung. Ein Treffen mit Grass

Sobecka, Anna

(Pamiec i pokolenia. Czesc 2. (Gedächtnis und Generationen Teil 2). Urheber Abstract: Miroslaw Ossowski Ein Treffen mit Günter Grass. Autorin: Anna Sobecka. Das Treffen fand in der St. Jan Kirche statt. Die Teilnehmer der Disskusion: Günter Grass, Aleksander Jurkiewicz, Daniel Odija. Moderator: Dr. hab. Ewa Nawrocka (Universität Gdansk), Vera Bagaliantz (Goethe Institut Warschau). Übersetzung: Monika Ordon Krzak.) Titel: Pamięć i pokolenie – spotkanie z Grassem / Erinnerung und Generation. Ein Treffen mit Grass Das Treffen fand am 1.06.2003 in der Johanniskirche zu Danzig statt. Am Podiumsgespräch nahmen teil: Günter Grass, Aleksander Jurewicz (Schriftsteller), Daniel Odija (Schriftsteller). Die Teilnehmer wurden von Lidia Makowska aus dem Baltischen Kulturzentrum in Danzig (NCK) begrüßt. Moderatorinnen waren Dr. habil. Ewa Nawrocka (Uniwersität Danzig) und Vera Bagaliantz (Goethe-Institut in Warschau). Das Treffen wurde von Monika Ordon-Krzak konsekutiv übersetzt. In zweiteiliger Aufnahme wurde das vollständige Treffen festgehalten. Autorin der Aufnahmen ist Anna Sobecka. Bearbeitet wurden sie von Robert Maliński. Genreeinheit: Autorenlesung mit Podiumsgespräch Schlagworte „Personen“: Abramowicz, Mieczysław (Historiker und Literat); Bagaliantz, Vera (Leiterin des Goethe-Instituts in Warschau); Frankfurter, David; Grass, Günter; Grimmelshausen, Hans Jakob Christoffel von; Jankowski, Henryk (Pfarrer); Jaśkowski, Janusz; Jurewicz, Aleksander; Marinesko, Alexander Iwanowitsch; Nawrocka, Ewa (Literaturwissenschaftlerin); Odija, Daniel (Schriftsteller); Paciorek, Cezary (Musiker); Tokarz, Mateusz; Wisbar, Frank (Filmregisseur), Institutionen: Goethe-Institut in Warschau, Universität Danzig, Nadbałtyckie Centrum Kultury (Danzig) Sach-Schlagwort: Erinnerung; Aufgaben der Literatur; deutsche Schuld am Krieg und Deutsche als Opfer des Krieges; Literaturkritik; Internet; Soziademokratie; Krieg im Irak; historische Perspektive; deutsch-polnische Beziehungen; Danzig. Geo-Schlagwort: Danzig, Warschau, Schweiz, Gdynia und Gotenhafen, Ostpreußen, Ostsee, Stolper Bank, Hela. Zeit-Schlagwort: 60er Jahre des 20. Jh.s, 30. Januar 1945, das Jahr 2003. Werk-Schlagwort: „Katz und Maus“, Danziger Trilogie, „Im Krebsgang“, „Hundejahre“, „Nacht fiel über Gotenhafen“ (Film), „Simplicissimus Teutsch“, Inhalt: Im Vordergrund steht die Lesung und das Gespräch über das letzte Buch von Grass „Im Krebsgang“, ein Roman darüber, wie „mit den Erinnerungen manipuliert wird“ (Nawrocka). In der Einleitung wird auch auf die europäische und polnische Rezeption sowie das Problem der Opfer und der Schuld eingegangen. Günter Grass erzählt über das Schiff „Wilhelm Gustloff“ und liest aus dem 6. Kapitel des Romans die Beschreibung der letzten Fahrt und der Katastrophe von „Wilhelm Gustloff“. Im anschließenden Gespräch äußert sich der Schriftsteller darüber, wie er zu der richtigen Form für den Roman über die Figur von Tulla Pokriefke gefunden hat. Er begründet auch den Zeitpunkt der Entstehung seines Buches. Auf die Frage nach den Schlusssätzen des Romans, verweist er auf die Situation am Ende des 20. Jh.s, etwa auf die Kriege auf dem Balkan und in dem Irak. Weitere Gesprächsthemen sind: die Rolle der Literaturkritik, die Erzählerfigur in „Im Krebsgang“, die Erzählweise, die von dem Titel erklärt wird. Grass erzählt auch von der Johanniskirche, wo das Treffen stattfindet. Nach seiner Auffassung gehört es zum Wesen der Literatur, die Erinnerung zu forcieren. Grass kritisiert, dass in der Literaturkritik und in der heutigen Kultur das Sekundäre über das Primäre gestellt wird. Er äußert sich abschätzig über narzisstisch geschriebene Bücher. Grimmelshausen sei für ihn ein Vorbild, da er in „Simplicissimus“ aus der Sicht von unten geschrieben hat. Zu Internet sagt er, dass es ein Menschenwerk ist, das Kommunikation verspricht, diese aber zerstört. Bevor Fragen vom Publikum gestellt werden, spielt Cezary Paciorek auf Akkordeon ein Musikstück. Danach überreicht Janusz Jaśkowski eine von ihm aufgeschriebene Lebensgeschichte dem deutschen Schriftsteller. Grass spricht darüber, wie er Inspirationen findet. Er äußert sich auch über soziale Ungerechtigkeit in der Welt und verweist auf das Bedürfnis, darauf auf sozialdemokratische Weise zu reagieren. Er kritisiert den Krieg in dem Irak und die Teilnahme Polens daran. Auf die Frage von Mieczysław Abramowicz nach historischer Perspektive in der Literatur erklärt Grass, dass es eine große Chance der Literatur ist, die verschiedenen Wahrheiten miteinander zu erleben. Er begrüßt, dass man in Danzig offen über die Geschichte der Stadt sprechen kann.



Urtitel:
Pamiec i pokolenia. Czesc 2. (Gedächtnis und Generationen Teil 2)
Anfang/Ende:
Oczywiscie trzeba bylo czasu…tolerancja w Gdansku. (BEIFALL)
Genre/Inhalt:
Biographie
Präsentation:
Diskussion
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
01.06.2003
Datum Erstsendung:
01.06.2003
Aufnahmeort:
Gdansk
Sprachen:
deutsch / polnisch
Betriebsarten:
Stereo
Original:

Originallänge:
01:17:43
Analog/Digital:
born digital
Original-Tonträger:
CD
Datenformat:
CD-A
Kopie:

Länge der Kopie:
01:17:43
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
mp3
Teilnehmende:

Person:
Sobecka, Anna (Autor(in))
Person:
Grass, Günter (Vorredner(in))
Person:
Jurewicz, Aleksander (Vorredner(in))
Person:
Odija, Daniel (Vorredner(in))
Person:
Nawrocka, Ewa (Vorredner(in))
Person:
Ma, Jian (Sonstige)
Person:
Makowska, Lidia (Vorredner(in))
Person:
Bagaliantz, Vera (Vorredner(in))
Person:
Ordon-Krzak, Monika (Übersetzer(in))

Zitieren

Zitierform:

Sobecka, Anna: Pamiec i pokolenia. Czesc 2. (Gedächtnis und Generationen Teil 2). Gdansk .

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