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DB-Nummer: 1081

Die Mandragore – Günter Grass im „Pod Holendrem“ 2. (Poln.)

G. Grass " Pod Holendrem" (2). Die Mandragore. Autorin: Maria Sobecka. G. Grass liest ein Fragment des Romans und bekommt eine Schnupftabakdose von der Kaschubische Geasellschaft in Gdynia. Eine Auktion von G. Grass "Werke und Grass". Kommentar zum Treffen. Man hört das Lied „Sto lat“ (Hundert Jahre soll er leben). Der Danziger und Nobelpreisträger wird vom Moderator (Florian Staniewski) in einer vom Verlag „Wydawnictow Oskar“ organisierten Veranstaltung begrüßt. Es spricht dann Frau Joanna Konopacka, Redakteurin des Verlags. Sie begrüßt das Ehepaar, Ute und Günter Grass. Unter den Gästen begrüßt sie auch Grass’ Übersetzer, Sławomir Błaut, dessen besondere Leistung sie würdigt und den sie nach Maria Janion einen kongenialen Übersetzer nennt. Sie dankt Grass für die Einladung nach Stockholm zur Verleihung des Nobelpreises. Den Nobelpreis betrachtet sie als eine Gabe auch an die Danziger. Die Veranstaltung soll der Freude darüber Ausdruck geben. Es wird das Lied „Kurdesz“ gesungen. Tadeusz Skutnik bringt einen gereimten Toast auf Grass aus, indem er die von ihm geschaffen Tiere reimgerecht aufzählt. Die Teilnehmer singen „Hoch soll er leben“. Grass wird gebeten, ein Fragment aus dem gerade herausgekommenen Buch „Ein weite Feld“ vorzulesen. Der Autor liest die Darstellung des Besuchs in „Mac Donalds“ vor. Eine Torte wird geteilt. Jerzy Samp bringt einen gereimten Toast auf Grass (und seine Pfeife) – Grass sei ohne seine Pfeife nicht vorstellbar wie die Geige ohne Seele. Der Kaschubische Verein überreicht Grass als Geschenk eine Schnupftabakdosese, dies geschieht in kaschubischer Sprache. Kakzimierz Nowosielski liest ein Gedicht über Oskar und Danzig vor. Der Schriftsteller Aleksander Jurewicz spricht über seine Lektüre der Bücher von Grass. Er erklärt, dass er nicht alle seine Werke kennt, denn die deutsche Literatur liegt ihm nicht sehr, aber die zwei ersten Bücher der „Blechtrommel“ gehören zu den wichtigsten Werken, die er gelesen hat. Auch aus der Nobelpreisrede von Grass habe er viel gelernt. Er hält Grass möglicherweise für den letzten Künstler des ausgehenden Jahrhunderts. Grass bringt seine Freude zum Ausdruck, er schätzt auch die Anwesenheit von Herrn Błaut hoch. Er spricht von der Einweihung einer Gedenktafel an seinem früheren Haus. Er hat zusammen mit dem Stadtpräsidenten ein Fragment aus der „Blechtrommel“ vorgelesen. Es war wie ein Volksfest, da viele Menschen zugeschaut haben. Dann spricht er von dem Besuch in seiner früheren Wohnung, wohin ihn die jetzige Mieterin zum Kaffee und Likör eingeladen hat. Es war früher eine Zweizimmerwohnung mit einem Verkaufsladen, heute sind es drei Zimmer. Er spricht von seinem Wunsch, den er dem Stadtpräsidenten geäußert hat, in dem Haus in jede Wohnung eine Toiletten zu bauen. Er dankt Frau Konopacka und wünscht dem Verlag viele Erfolge. Dann werden die während des Abends gemachten Zeichnungen der Künstler versteigert. Grass Zeichnung bekommt den höchsten Preis (2500 Zloty). Grass erzählt, dass er das Gefühl hat, unter Freuden zu sein. Es folgt ein Gedicht vorgetragen und ins Deutsche übersetzt: „Und als die Tage vollzählig wurden, als die Zeit reifte, sah Günter Grass seinen Namen unter den Nobelpreisträgern, gleich trommelte die ganze Welt, gut, bon, gut, Klasse, Oskar Matzerath, freut euch, biedere Danziger. Er ist einer von uns“. Paweł Huelle meint, dass auch offizielle Veranstaltungen, wie die Einweihung einer Gedenktafel notwenig sind, aber eine lockere Veranstaltung mit kurzen, unverbindlichen Auftritten zu organisieren, hält er für eine gute Idee. Er meint, dass dies eine Krakauer Art ist, zu feiern. (Abstract von Miroslav Ossowski)



Urtitel:
Mandragora - Günter Grass "Pod Holendrem" 2. (Die Mandragore – Günter Grass im „Pod Holendrem“ 2.)
Anfang/Ende:
(Trailer) Mandragora radiowy obserwator…i to jest wazne. (Musik, ATMO)
Genre/Inhalt:
Biographie
Präsentation:
Feature
Historischer Kontext:

Würdigung Grass’ in Danzig; Besuch Grass’ in Danzig-Langfuhr

Schlagworte:

Person:
Sobecka Anna; Grass Günter; Konopacka Joanna; Grass Ute; Blaut Slavomir; Borawska Iwona; Jurewicz Aleksander; Synak Brunon; Janion Maria; Richter Marek
Werke:
Ein weites Feld
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
03.07.2000
Datum Erstsendung:
03.07.2000
Aufnahmeort:
Gdansk
Sprachen:
polnisch
Betriebsarten:
Stereo
Original:

Originallänge:
00:27:00
Analog/Digital:
reformatted digital
Original-Tonträger:
CD
Datenformat:
CD-A
Kopie:

Länge der Kopie:
00:26:37
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
mp3

Zitieren

Zitierform:

Mandragora - Günter Grass "Pod Holendrem" 2. (Die Mandragore – Günter Grass im „Pod Holendrem“ 2.). Gdansk .

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