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DB-Nummer: 1504

Deutsch-japanisches Schriftstellersymposium in Berlin 1986 (japan.)

Nagai, Junko

Deutsch-japanisches Schriftstellersymposium in Berlin Symposium vom 08.05.1986 vom DAAD. O-Ton Grass ab 00:03:26 In Japan ist der Jahrestag des Kriegsendes der 15. August, in Deutschland der 8. Mai. Am 40. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland hat der Bundespräsident Richard von Weizsäcker eine Parlamentsrede gehalten, die im In- und Ausland sehr große Beachtung gefunden hat. Ein Jahr später, 1986, findet in West-Berlin ein deutsch-japanisches Schriftstellertreffen statt. Dieses Symposium trägt die Untertitel "Deutsch-Japanische Begegnung: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft" und hat unter anderem die "Reflektion der Moderne in der Literatur" zum Thema". Es wurde vom japanischen Autor Makoto Oda mitinitiiert. Nach Einladung vom DAAD ist Oda bereits seit letzem Juli in Berlin. Die westdeutschen Teilnehmer sind: Günter Grass, der "der Prinz der deutschen Literatur" ist, Ingeborg Drewitz, der junge Autor Friedrich Christian Delius, der Kritiker und Schriftsteller Walter Höllerer, der als ein Begründer der deutschen Nachkriegsliteratur gilt und Siegfried Schaarschmidt, ein Übersetzer japanischer Literatur. Auf japanischer Seite namen Hiroshi Noma, Narihiko Ito, Kaisei Li und Takeshi Ishida. Insgesamt nehmen 10 Personen an dem Symposium teil. In der Zuhörerschaft in der Berliner Akademie der Künste sitzen japanische und deutsche Studenten. Zunächst erklärt Makoto Oda den Grund für das Symposium und den Anstoß dafür, eine Broschüre mit Bildern des nationalsozialistischen Deutschlands, betitelt mit "Berlin, Rom und Tokyo", zu verwenden. Auf diese gemeinsame Geschichte von Japan und Deutschland dürfe man nicht stolz sein. Darum halte er es für wichtig, dass darüber diskutiert wird, wie die Deutschen und die Japaner mit dieser Tatsache umgehen, und, darauf basierend, wie sie mit heutigen Problemen umgehen. Danach spricht der 71jährige Hiroshi Noma über seinen 1952 veröffentlichter Roman "Zone of Emptiness", der auf eigenen Erfahrungen basiert. Anschließend erläutert Kaisei Li seine Lebensgeschichte als in Japan lebender Koreaner. Danach spricht Günter Grass: sein "moralischer Zusammenbruch" habe 1945 stattgefunden; 1944 sei er noch Soldat geworden, habe an der Front gekämpft und zwei Dinge gelernt: die Angst vor dem Tod und die Erkenntnis, dass sein Überleben purer Zufall gewesen sei.



Urtitel:
Deutsch-japanisches Schriftstellersymposium in Berlin
Anfang/Ende:
(japanisch)
Genre/Inhalt:
Literatur
Präsentation:
Feature
Historischer Kontext:

Die Rede Richard von Weizsäckers am 8. Mai 1985 gilt als wichtigste Rede zum Thema der Befreiung vom Nationalsozialismus. (vgl. u.a. Der Spiegel, 8.5.2005)

Aufnahme:

Aufnahmedatum:
16.05.1986
Datum Erstsendung:
19.05.1986
Datumszusatz:
Symosium vom 08.05.1986
Aufnahmeort:
Berlin, Akademie der schönen Künste
Sprachen:
japanisch
Betriebsarten:
Mono
Original:

Originallänge:
00:12:10
Analog/Digital:
reformatted digital
Original-Tonträger:
Band
Datenformat:
nicht zutreffend
Kopie:

Länge der Kopie:
00:12:09
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
mp3
Datenformat Archiv:
WAV
Herkunft:

Sender / Institution:
Westdeutscher Rundfunk (WDR)
Sendereihe:
Funkmagazin
Archivnummer:
3404811000 Tontr.-Verweisung 1707851000
Teilnehmende:

Person:
Nagai, Junko (Autor(in))
Person:
Nagai, Junko (Interviewpartner)
Person:
Nagai, Junko (Übersetzer(in))
Person:
Nagai, Junko (Vorredner(in))
Person:
Kasahara, Hiroko (Vorredner(in))
Person:
Yoshido, Shingo (Vorredner(in))
Person:
Oda, Makoto (Beitragende(r))
Person:
Grass, Günter (Beitragende(r))
Person:
Drewitz, Ingeborg (Beitragende(r))

Zitieren

Zitierform:

Nagai, Junko: Deutsch-japanisches Schriftstellersymposium in Berlin. Berlin, Akademie der schönen Künste .

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