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DB-Nummer: 2032

Kontroverse Reaktionen auf das israelkritisches Gedicht (engl.)

Wassermann, Sylvia

Der angesehene deutsche Autor Günter Grass ist aufgrund seines israelkritischen Gedichts "Was gesagt werden muss" in die Kritik geraten. Rolf Mützenich (SPD): Grass möge es, mit seinen politischen Kommentaren zu provozieren, habe sich aber jetzt das falsche Thema gesucht und gehe damit nicht fair um. Hermann Gröhe (CDU): Das Gedicht verkenne, dass der Iran nach Atomwaffen strebe und das Existenzrecht Israels bestreite. Reinhold Robbe (SPD): hat jeden Respekt vor Grass verloren. Doch Grass hat auch Fürsprecher Klaus Staeck (Präsident Akademie der Künste): Grass hat mit seinem Standpunkt Aufsehen erregt; man könne nicht immer wegsehen und sich aus allem heraushalten, um eine Kontroverse zu vermeiden; Grass habe "in die Harmoniesuppe ein bißchen hineingespuckt"; Hajo Funke (Politikwissenschaftler): Viele würden davor zurückschrecken, die Politik Israels zu kritisieren; dies liege an der deuschen Vergangenheit und Geschichte; 6 Millionen Juden sind von den Nazis getötet worden; der Holocaust und seine Verbrechen belasten noch immer die deutsche Gegenwart; 1965 nahmen die deutsch-israelischen Beziehungen ihren Anfang; 2008 hat Angela Merkel eine Rede an das israelische Parlament gerichtet; Merkel: Jede Bundesregierung werde Israel schützen aufgrund der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel; Die israelische Regierung wertet Grass' Gedicht als antisemitischen Angriff und hat Grass jetzt als 'persona non grata' deklariert; letzteres geht auch den schärfsten Grass-Kritikern in Deutschland zu weit; Reinhold Robbe (SPD): Die jetzigen Reaktionen seinen seiner Meinung nach nicht gerechtfertigt; er hätte Grass eher eingeladen, um ihm die israelische Demokratie zu zeigen und mit seinen Kritikern ins Gespräch über sein "sogenanntes Werk" [Gedicht] zu kommen; Grass' Sorge um einen Krieg scheint so groß zu sein, dass er nicht davor zurückscheut, provokative Aussagen zu tätigen; Hajo Funke: Man dürfe sich nicht auf eine Seite schlagen oder einer Partei den Vorzug geben, wie Grass dies im Moment mache; Israel reagiere auf eine vermeintliche Drohung Irans.



Urtitel:
Günter Grass and Israel
Anfang/Ende:
(Jingle) Germany was once...in the process.
Genre/Inhalt:
Literaturkritik
Präsentation:
Feature
Historischer Kontext:

Debatte um das Gedicht "Was gesagt werden muss"

Schlagworte:

Werke:
Was gesagt werden muss
Sach:
Gedicht; Atomwaffen; xxx
Geo:
Israel; Iran
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
13.04.2012
Aufnahmeort:
Diverse
Sprachen:
englisch
Original:

Originallänge:
00:04:36
Analog/Digital:
born digital
Original-Tonträger:
File
Datenformat:
MPEG 4
Kopie:

Länge der Kopie:
00:04:36
Tonträger:
DVD
Datenformat Sichtung:
MPEG 1
Datenformat Archiv:
AVI
Herkunft:

Sender / Institution:
Norddeutscher Rundfunk (NDR)
Sender / Institution:
NDR: Kiel
Sendereihe:
People and Politics
Teilnehmende:

Person:
Staeck, Klaus (Beitragende(r))
Person:
Funke, Hajo (Beitragende(r))
Person:
Grass, Günter (Beitragende(r))
Person:
Mützenich, Rolf (Beitragende(r))
Person:
Gröhe, Herrmann (Beitragende(r))
Person:
Robbe, Reinhold (Beitragende(r))
Person:
Wassermann, Sylvia (Autor(in))
Person:
Wolf, Tim (Redaktion)

Zitieren

Zitierform:

Wassermann, Sylvia: Günter Grass and Israel. Diverse .

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

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