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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 2433

Übersetzungen und Sprache im technischen Zeitalter


Urtitel:
Stirbt Fremdsprache aus? Technologie und Sprache
Anfang/Ende:
(Jingle) Deutschlandfunk Kultur. Breitband…sonniges, schönes Wochenende.
Genre/Inhalt:
Literatur
Historischer Kontext:

Sprache ist der Schlüssel zur Welt und die Grundlage des sozialen Miteinanders – für die, die die benötigte Sprache beherrschen. Für die anderen kann Sprache zur unüberwindbaren Barriere werden. Können neue Technologien das ändern? "Jetzt ein Babelfisch..." - den Gedanken kann man schon mal bekommen, wenn man sich an einem Ort aufhält, an dem man die Landessprache nicht spricht, im Bürokratie-Dschungel einer fremden Sprache gefangen ist oder einer fremdsprachigen Unterhaltung so gar nicht folgen kann. Einfach den kleinen Babelfisch aus Douglas Adams' Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" ins Ohr, der einem jede Sprache in Echtzeit übersetzt, und schon sind alle Sprachbarrieren beseitigt. Wird der Babelfisch dank künstlicher Intelligenz bald Realität? So ein universeller, allwissender Simultanübersetzer war lange nur ein hübsches Hirngespinst aus SciFi-Romanen – aber durch den technologischen Fortschritt in den Bereichen der Spracherkennung und der künstlichen Intelligenz könnte ein digitaler Babelfisch Realität werden. Und zu einer inklusiveren, verständlicheren und verständnisvolleren Welt führen? Die Sache mit der Spracherkennung ist kompliziert, und Übersetzung ist nicht gleich Übersetzung – oft fällt es selbst professionellen Simultandolmetscherinnen und -dolmetschern nicht leicht, auch den Subtext des Gesagten mitzuübersetzen. Diese Subtexte und Zusammenhänge fallen Maschinen nach wie vor schwer und könnten womöglich dazu führen, dass Sprache zu einer Monokultur verkommt, wenn man sie komplett in die Hände von künstlicher Intelligenz legt. Aber wie viel können Maschinen im Bereich der Übersetzung und Spracherkennung überhaupt schon leisten? Wie verändern diese Technologien die Art, wie wir Sprachen lernen – im positiven wie im negativen? Und welche Auswirkungen hätte ein digitaler Babelfisch auf unsere Gesellschaft? Kann Technologie Sprachbarrieren aufheben? Darüber spricht Philip Banse mit der Linguisitin Dr. Caroline Lehr [https://www.zhaw.ch/en/about-us/person/lehc/] von der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, mit dem Computerlinguisten Dr. Aljoscha Burchardt [http://www.dfki.de/~aburch/] vom Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz und dem Hamburger Linguistik-Professor Dr. Jannis Androutsopoulos [https://www.slm.uni-hamburg.de/germanistik/personen/androutsopoulos.html]. Quelle: http://www.deutschlandfunkkultur.de/technologie-und-sprache-stirbt-die-fremdsprache-aus.1264.de.print?dram:article_id=416718 vom 14.06.2018

Aufnahme:

Datum Erstsendung:
28.04.2018
Sprachen:
deutsch
Original:

Analog/Digital:
born digital
Datenformat:
mp3
Kopie:

Datenformat Sichtung:
mp3
Datenformat Archiv:
WAV
Herkunft:

Sender / Institution:
Deutschlandfunk (DLF)
Sendereihe:
Deutschlandfunk Kultur. Breitband
Teilnehmende:

Person:
Banse, Philip (Interviewpartner)
Person:
Lehr, Caroline (Sprecher(in))
Person:
Burchardt, Aljoscha (Sprecher(in))
Person:
Androutsopoulos, Jannis (Sprecher(in))

Zitieren

Zitierform:

Stirbt Fremdsprache aus? Technologie und Sprache.

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