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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 65
10.20379/dbaud-0065

Absage einer Lesung in der deutschen Botschaft in Moskau : Interview mit Günter Grass

(Ab 00:13) Grass sieht in der Absage der Lesung ein Symptom für mögliche Fehlentwicklungen in der Ostpolitik: befürchtet, dass bei einem Übergewicht von Sicherheitspolitik und ökonomischen Vereinbarungen für die Kultur nur die Rolle als "Kompromissfutter" bleibt (Ab 01:43) Der UdSSR müsse deutlich gemacht werden, dass ihr Rückfall in die stalinistische Ära ihrem Ansehen schade und den anlaufenden KSZE-Prozess gefährde (Ab 03:07) Grass weist den Vorwurf, er und Böll würden die Entspannungspolitik gefährden, zurück.


Urtitel:
Offener Brief an Botschafter Ulrich Sahm. Interview mit Günter Grass
Anfang/Ende:
Herr Grass, hat…nicht weiter jucken.
Genre/Inhalt:
Politik
Historischer Kontext:

Die verabredete Grass-Lesung in der deutschen Botschaft in Moskau im September 1973 wurde vom Auswärtigen Amt abgesagt.

Schlagworte:

Person:
Sahm, UlrichGND; Sacharow, AndrejGND; Solschenizyn, AleksandrGND; Böll, HeinrichGND
Sach:
Entspannungspolitik; Europarat; Dissidenten; Ostpolitik; auswärtige Kulturpolitik; Sicherheitspolitik
Geo:
UdSSR; Florenz
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
07.09.1973
Sprachen:
deutsch
Betriebsarten:
Mono
Original:

Analog/Digital:
reformatted digital
Kopie:

Datenformat Sichtung:
mp3
Datenformat Archiv:
WAV
Herkunft:

Sender / Institution:
Südwestrundfunk (SWF)
Sendereihe:
Kultur Aktuell
Archivnummer:
5953432-006
Teilnehmende:

Person:
Backmann, Dietrich (Interviewpartner)
Person:
Grass, GünterGND (Mitwirkende(r))

Zitieren

Zitierform:

Offener Brief an Botschafter Ulrich Sahm. Interview mit Günter Grass.

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