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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 555
10.20379/dbaud-0555

Günter Grass in der ARD-Hörbuchnacht 2001

O-Ton Grass: über seine Arbeitsweise: arbeitet stehend am Stehpult; erste Fassung handschriftlich, dann (ebenfalls am Stehpult) mit Schreibmaschine (Olivetti); dabei Auf-und Ablaufen und lautes Sprechen; "Mein Jahrhundert" hatte als Herausvorderung, aus vielen unterschiedlichen Perspektiven zu schreiben; "Hineinsprechen" in diese Rollen; Bestätigung durch ein Essay von Ernst Bloch in der Annahme, dass Literatur oralen Ursprungs ist (vor Homer, falls es ihn in dieser Gestalt gegeben haben sollte); daher Bemühen bei Grass, den oralen Ursprung des Textes erkennbar werden zu lassen; jeder Satz muss gesprochen werden, bevor er aufs Papier kommt; Grass habe sich auch "das Vergnügen oder die Mühe gemacht", ganze Romane zu lesen ("Die Blechtrommel", "Ein weites Feld" für Radio Bremen, "Katz und Maus" für SFB); Verselbstständigung des Buches nach dem Schreiben; beim Lesen Erinnerung an die Schreibsituation; Hörbücher verfügen über eine "Verführungskraft", wieder zum Lesen hinzuführen.


Urtitel:
ARD-Hörbuchnacht 2001 (Statement von Günter Grass)
Anfang/Ende:
Ich arbeite stehend…Literatur förderlich ist.
Genre/Inhalt:
Literatur
Schlagworte:

Person:
Bloch, ErnstGND; Homer, GND
Werke:
Die Blechtrommel; Katz und Maus; Mein Jahrhundert; Ein weites Feld
Sach:
Lesung; Schreibsituation; Olivetti; Hörbücher; Schreibmaschine; Mündlichkeit; Arbeitsweise; Radio Bremen; Radio
Aufnahme:

Datum Erstsendung:
22.03.2001
Sprachen:
deutsch
Original:

Analog/Digital:
born digital
Kopie:

Datenformat Sichtung:
MPEG 2
Teilnehmende:

Person:
Grass, GünterGND (Sprecher(in))

Zitieren

Zitierform:

ARD-Hörbuchnacht 2001 (Statement von Günter Grass).

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