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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 1611

Ein besonders großes Geschenk direkt vor der Haustür : Über die Eröffnung des Günter Grass-Hauses

Nach zwei Jahren Debatten um Sinn und Finanzierung des Günter Grass-Hauses eröffnete dieses nun Lübeck; dort werden nicht nur Texte, sondern auch Zeichnungen und bildhauerische Werke ausgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht; Grass nimmt als bildender Künstler "vorwiegend seine Zeitgenossen ins Visier"; Eröffnung des Günter Grass-Hauses mit einem Festakt in der Lübecker Altstadt; ein Teil des Hauses beherbergt Grass' Sekretariat; den Rest des Fachwerkhauses hat die Stadt Lübeck gekauft; besondere Ehrung für Günter Grass, dass ihm die Stadt ein Museum schenkt; Kai Artinger: das Grass-Haus verstehe sich nicht als Museum, sondern als "Forum für Literatur und bildende Kunst", das über Grass hinausgehen soll; in der aktuellen Ausstellung hat Kai Artinger das Wechselspiel aus Schreiben und Zeichnen bei Grass in den Mittelpunkt gestellt; Artinger: Verbindung von Literatur und Zeichnung, von Schrift und Bild; in der Ausstellung auch Hörstationen mit Lesungen von Grass, sowie Schränke mit Schubladen, in denen Manuskriptseiten liegen; dagegen bewusster Verzicht auf literaturwissenschaftliche oder zeitgeschichtliche Einordnungen; Hinweise auf den politisch Engagierten Bürger Grass bei den Eröffnungsreden im Lübecker Theater; unter den Rednern: Julian Nida-Rümelin (Kulturstaatsminister) und Heide Simonis (Ministerpräsidentin von Schlwesig-Holstein); O-Ton Simonis: Grass als Universalkünstler in verschiedensten Medien, als Autor von Weltrang und politisch engagierter Bürger; er sei "gewollt und lustvoll ein Störenfried"; radikale Reden und Essays und seiner Literatur gegen die "Selbstgefälligkeit der Mächtigen"; hauptsächlich aus finanziellen Gründen ist das Grass-Haus in Lübeck nicht unumstritten gewesen; O-Ton Hans Wißkirchen: unbestreitbar sei, dass Thomas Mann und Günter Grass alle anderen deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts überragten; es sei unabhänig vom Nobelpreis an "Rangunterschied" zu Heinrich Böll und Hermann Hesse feststelltbar; dies verbinde Mann und Grass dauerhaft miteinander. O-Ton Grass (aus der Lesung "Bin ich nun Schreiber oder Zeichner")


Urtitel:
Kulturreport (16.10.2002)
Anfang/Ende:
(Anmoderation) Vier Tage nach…interessierten Öffentlichkeit übergeben. (Abmoderation)
Genre/Inhalt:
Kultur
Historischer Kontext:

75. Geburtstag von Günter Grass, Eröffnung des Günter Grass-Hauses in Lübeck.

Schlagworte:

Person:
Böll, HeinrichGND; Nida-Rümelin, JulianGND; Mann, ThomasGND; Hesse, HermannGND
Werke:
Ein weites Feld; Bin ich nun Schreiber oder Zeichner
Sach:
Bild; Weltliteratur; Günter Grass Haus; Forum; bildende Kunst; Ausstellung; Zeichnen; Schreiben; Nobelpreis; Schrift
Geo:
Schleswig-Holstein; Lübeck
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
21.10.2002
Datum Erstsendung:
21.10.2002
Aufnahmeort:
Köln
Sprachen:
deutsch
Betriebsarten:
Stereo
Original:

Analog/Digital:
born digital
Datenformat:
WAV
Kopie:

Datenformat Sichtung:
mp3
Datenformat Archiv:
WAV
Herkunft:

Sender / Institution:
Deutsche Welle (DW)
Sendereihe:
Kulturreport
Archivnummer:
3521678000
Produktionsnummer:
439949
Teilnehmende:

Person:
Mund, HeikeGND (Sprecher(in))
Person:
Simonis, HeideGND (Mitwirkende(r))
Person:
Wißkirchen, HansGND (Mitwirkende(r))
Person:
Grass, GünterGND (Mitwirkende(r))
Person:
Fuhrig, DirkGND (Sprecher(in))
Person:
Artinger, KaiGND (Mitwirkende(r))

Zitieren

Zitierform:

Kulturreport (16.10.2002). Köln .

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