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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 1825

Tagesthemen-Sonderbeitrag zu Grass' Gedicht "Was gesagt werden muss" : Große Aufregung

Tagesthemen am 04. April 2012 - Das Gedicht "Was gesagt werden muss" des streitbaren Literaturnobelpreisträgers Grass löst bereits am Tag seiner Veröffentlichung eine Debatte aus; - Zitate aus dem Gedicht; - Die Reaktionen auf der Gedicht reichen "von Widerspruch bis Empörung", u.a. angesichts der Tatsache, dass Grass jahrzehntelang seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS verschwiegen hat; - Andrea Nahles (Generalsekretärin SPD): findet das Gedicht "irritierend und unnötig"; - Zitat aus dem Gedicht zur Lieferung eines deutschen U-Bootes nach Israel; - gemeint sind die "Dolphin"-U-Boote, die mit atomaren Mittelstreckenraketen ausgerüstet werden können; - Wolfgang Gehrcke (Die Linke): begrüßt, dass Grass deutlich gemacht hat, dass ein Krieg gegen den Iran verhindert werden müsse; ein Krieg gegen den Iran mit atomaren Waffen sei ein neuer Weltkrieg, der verhindert werden müsse; - Dieter Graumann (Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland): Grass verharmlose das Regime des Iran, gleichzeitig dämonisiere und denunziere er Israel; dies lass auf "tiefe Ressentiments" schließen; - Julius H. Schoeps (Moses Mendelssohn Zentrum): attestiert Grass ein "Flackhelfer-Syndrom"; Grass werde von seiner eigenen Geschichte eingeholt; Grass hätte besser geschwiegen; - Hermann Gröhe (Generalsekretär CDU): Das Gedicht verkenne die Situation, dass der Iran das Existenzrecht Israels bestreitet; - Archivaufnahme vom 20. März 2012: Treffen des israelischen Verteidigungsministers mit Thomas de Maizière (CDU, Bundesverteidigungsminister); de Maizière spricht von unkalkulierbaren Risiken einer militärischen Eskalation des Israel-Iran-Konflikts; - Die israelische Presse reagiert gelassen auf die Grass-Kritik; - David Brin (Chefredakteuer "Jerusalem Post"): Grass verkenne die Situation; Israel habe seit Jahren die Atombombe und habe sie noch nie benutzt; Israel gefährde niemanden; - Tom Segev (Historiker): wünscht sich, dass Grass seine letzte Tinte für "einen schönen Roman" aufhebt.


Urtitel:
Tagesthemen F: 10437 vom 04.04.2012
Anfang/Ende:
Guten Abend meine…
Genre/Inhalt:
Politik
Historischer Kontext:

Drohender Atom-Konflikt zwischen Israel und Iran; Veröffentlichung des Gedichts "Was gesagt werden muss" von Günter Grass in der "Süddeutschen Zeitung", in der "New York Time" und in "La Republica"; das Gedicht löst eine breite Debatte in Deutschland aus.

Schlagworte:

Werke:
Was gesagt werden muss
Sach:
Atombombe; U-Boot; Atomkonflikt
Geo:
Israel; Iran
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
04.04.2012
Datum Erstsendung:
04.04.2012
Aufnahmeort:
Diverse
Sprachen:
deutsch
Betriebsarten:
Dolby
Original:

Analog/Digital:
born digital
Datenformat:
MPEG 4
Kopie:

Datenformat Sichtung:
nicht zutreffend
Datenformat Archiv:
nicht zutreffend
Herkunft:

Sender / Institution:
Norddeutscher Rundfunk (NDR)
Sender / Institution:
ARD-Fernsehen
Sendereihe:
Tagesthemen
Archivnummer:
k.A.
Produktionsnummer:
k.A.
Teilnehmende:

Person:
Buhrow, TomGND (Sprecher(in))
Person:
Grass, GünterGND (Mitwirkende(r))
Person:
Graumann, DieterGND (Sprecher(in))
Person:
Nahles, AndreaGND (Mitwirkende(r))
Person:
Schoeps, Julius HansGND (Mitwirkende(r))
Person:
Grohe, Hermann (Mitwirkende(r))
Person:
de Maizière, ThomasGND (Mitwirkende(r))
Person:
Segev, TomGND (Mitwirkende(r))
Person:
Gehrke, Wolfgang (Mitwirkende(r))
Person:
Gniffke, KaiGND (Redaktion)

Zitieren

Zitierform:

Tagesthemen F: 10437 vom 04.04.2012. Diverse .

Rechte

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