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„Gestern wird sein, was morgen gewesen ist. Unsere Geschichten von heute müssen sich nicht jetzt zugetragen haben.“
Günter Grass, Das Treffen in Telgte (1979)
DB-Nummer: 2445

Fotoausstellung zum Kulturerbe im Jemen

Gespräch mit Werner Bloch, der 2002 mit Günter Grass im Jemen gewesen ist Bloch: Schwierige Sicherheitslage im Jemen; für Grass, der 2002 als Staatsgast den Jemen besucht hat, habe man Militärfahrzeuge zur Verfügung gestellt; Zitat von Grass dazu: „sicher wie in Abrahams Schoß“; Veränderungen seit 2002 O-Ton Grass 2002: Glücksmomente während des Aufenthalts im Jemen; Mischung aus landschaftlicher Einöde und fruchtbaren Landschaften, kulturelles Erbe und Menschen Bloch: Grass sei so begeistert gewesen, dass er sogar Tourismus-Werbung für den Jemen gemacht habe; seit Ausbruch des Krieges ist der Tourismus im Jemen allerdings zum Erliegen gekommen Weitere Themen des Gesprächs: mangelnde Berichterstattung; Hintergrund des Krieges; möglicher Stellvertreterkrieg; Kultur im Jemen und Inhalte der Ausstellung in Berlin; Kultur als wichtigstes Gut des Jemen


Urtitel:
Der Untergang des Jemen
Anfang/Ende:
Eines der Dinge…bis zum 14. Oktober.
Genre/Inhalt:
Kultur
Präsentation:
Interview
Historischer Kontext:

"Das Pergamon Museum / islamisches Museum in Berlin zeigt in der Ausstellung "Mit Augenmaß. Meisterwerke der Architektur im Jemen" vom 13.07.2018 bis 07.10.2018 die inzwischen fast vollständig zerstörte Architektur der traditionellen Lehmbauten von Hadramaut und Sanaa. Günter Grass besuchte 2002 den Jemen und unterstützte den Aufbau einer Lehmbausschule. Werner Bloch begleitete diese Reise. Mit Augenmaß. Meisterwerke der Architektur im Jemen Architektur gehört zu den spektakulärsten kulturellen Errungenschaften des Jemen. Lange vor dem sagenhaften Reich der Königin von Saba entwickelte sich im Einklang mit den landschaftlichen Gegebenheiten und klimatischen Herausforderungen eine atemberaubende Vielfalt traditioneller Baustile. Ihre Markenzeichen sind mächtige Festungen, Turmhäuser und auf Bergspitzen gelegene Dörfer, verbunden durch schwindelerregende Pfade. Ausgeklügelte Kanalsysteme versorgen die steilen Terrassenfelder an den Gebirgshängen mit Wasser. Generationen von hochspezialisierten Maurern, Tischlern und anderen Handwerkern errichten mit ausgeklügelten Techniken und lokal verfügbaren Materialien einzigartige Bauensembles. Allein „mit Augenmaß“ gebaut rufen ihre Dimensionen und perfekten Proportionen bis heute Staunen und Bewunderung hervor. Für den Baumeister sind es „buildings that fill my eye“. Die Ausstellung zeigt Beispiele dieses beeindruckenden Kulturerbes. Zugleich weist sie auf die Bedrohung durch den seit 2015 im Land anhaltenden Bürgerkrieg hin. Neben der menschlichen Tragödie sind herausragende archäologische Fundstätten, Museen und historische Monumente betroffen. Die drei UNESCO Weltkulturerbestätten des Jemen, die Altstädte von Shibam, Sana’a und Zabid, sind heute als bedroht eingestuft, zahlreiche andere Orte sind schwer beschädigt. Jenseits der öffentlichen Wahrnehmung und ohne den Schutz der internationalen Gemeinschaft geht dieses Kulturerbe unwiederbringlich verloren. Trevor Marchand, Architekt und Anthropologe, hat diese Bauwerke während seiner 13-monatigen Lehrzeit bei jemenitischen Minarett-Baumeistern zwischen 1990 und 1998 fotografiert. Die Aufnahmen zeigen die Architektur im Dialog mit der Landschaft, vom Roten Meer über das Hochland und die Wüste bis zum Indischen Ozean und Wadi Hadramaut. Sie werden ergänzt durch historische Aufnahmen aus der Zeit um 1900, aufgenommen u.a. von Hermann Burchardt (Leihgaben des Ethnologischen Museums), und durch zwei frühe Panoramen von Sanaa aus den Jahren 1872 und ca. 1900 (Leihgaben aus Berliner Privatbesitz). Ein Begleitband zu der Ausstellung vermittelt in 21 Beiträgen verschiedener Wissenschaftler Einblicke in verschiedene Aspekte dieses Kulturerbes. Ein Teil des Erlöses geht an UNHCR Yemen. Die Ausstellung wird unterstützt durch die Stiftung – Gingko Library, SOAS-University of London, London Middle East Institute, MBI Al-Jaber Foundation und die Freunde des Museums für Islamische Kunst." Quelle: https://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/pergamonmuseum/ausstellungen/detail/mit-augenmass-meisterwerke-der-architektur-im-jemen.html vom 15.08.2018

Schlagworte:

Person:
Gerlach, Sigrid
Aufnahme:

Aufnahmedatum:
24.07.2018
Aufnahmeort:
unbekannt
Sprachen:
deutsch
Original:

Originallänge:
00:06:34
Analog/Digital:
born digital
Original-Tonträger:
File
Datenformat:
mp3
Kopie:

Länge der Kopie:
00:06:13
Tonträger:
CD
Datenformat Sichtung:
mp3
Datenformat Archiv:
WAV
Herkunft:

Sender / Institution:
Westdeutscher Rundfunk (WDR)
Sendereihe:
WDR 4 Scala - aktuelle Kultur
Teilnehmende:

Person:
Junker, Stefanie (Interviewpartner)
Person:
Bloch, WernerGND (Sprecher(in))

Zitieren

Zitierform:

Der Untergang des Jemen. unbekannt .

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten

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